
Eine Schiffmühle ist eine spezielle Mühle. Wasserrad und Mühlhaus sind auf Schiffen gebaut, um sich den ändernden Wasserständen anzupassen. Mit Seilen fest im Strom verbunden, nutzen sie das vorbeifließende Wasser. Andererseits sind sie durch ihre Bauweise auf Schiffen flexibel genug um ihren Standort zu ändern.
Die Schiffmühle von Orth ist heute die letzte Donaumühle in Funktion. An ihrem Haftplatz im Strom treibt ein 7 Meter breites Schaufelrad die Mühle an. Die Kraft der Strömung ist dann auf der ganzen Mühle zu spüren. Ein sanftes Schaukeln der Schiffe, ein Rütteln und Rattern begleiten die Schleifgeräusche des Mühlsteins. Geruch von Getreide und Mehl durchströmen die Mühle.
Die Schiffmühle von Orth ist 2008 gesunken und liegt vorübergehend in einem Nebenarm der Donau, wo sie von den Müllern renoviert wird.
Ein Teil der Schiffmühle, das Mühlschiff samt Mahlstube, ist wieder für Besucher offen und kann mit Führung besichtigt werden.
Aus unserem Archiv
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Aus der Mühlenchronik
1998 - 2001 - Bau der Schiffmühle
2001 - Eröffnung der Schiffmühle
2002 - drei Hochwässer in einem Jahr, (im März und 2 x im August)
das Augustwasser war ein 100-jährliches Hochwasserereignis
2003 - große Trockenheit, die Donau führt ungewöhnlich lange niederes Wasser, an den Furten nur mehr einen Meter Wassertiefe
2003 - Nominierung für den Staatspreis „Tourismus“
2006 - Winter, die Donau führt Grundeis, die Schiffmüller übersiedeln die Mühle zum Schutz in den Nebenarm
2005 und 2006 - "klangmühle", zeitgenössische Musik mit und auf der Schiffmühle, künstlerische Leitung Hemma Geitzenauer
2008 - im Februar sinkt die Schiffmühle, Februar bis Juni Bergephase, Dank vieler Helfer glückte die schwierige Bergung der Mühle aus dem Strom
2009 - Wiederaufbau der Mühle
2011 - Teileröffnung, das Mühlschiff ist wieder zu besuchen